Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland
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Gestapo-Lager Neue Bremm als außerschulischer Lernort

Gedenkstätten sind die Erinnerungsorte, die uns heute noch zeigen, wohin Diskriminierung und Ausgrenzung führen

Das erklärt Dr. Burkhard Jellonnek, Historiker und Leiter des Landesinstituts für Pädagogik und Medien. Mit einer hochkarätig besetzten Lehrkräftefortbildung setzt sich das Landesinstitut für Pädagogik und Medien gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft ein und lädt Lehrkräfte aller Schulformen für Montag, 05. Juli 2021 in der Zeit von 09.00 Uhr bis 15.30 Uhr auf die Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm ein. Tagungsort ist das auf dem Gelände des ehemaligen Frauenlagers 1975 errichtete Hotel Mercure Süd.

 

Für den Auftakt der Veranstaltung sorgt Dr. Elisabeth Thalhofer, zuletzt als Expertin in einer Arte-Dokumentation über die Rastatter Prozesse als Expertin aufgetreten und fachkundige Wissenschaftlerin, die sich in ihrer Magisterarbeit wie Promotion mit der Geschichte des Saarbrücker Gestapo-Lagers wie keine zweite Wissenschaftlerin auseinandergesetzt hat. Elisabeth Thalhofer wird sich mit Tätern wie Opfern des von 1943 bis 1944 existenten Lagers an der deutsch-französischen Grenze beschäftigen. Neue Impulse der Erinnerungsarbeit möchten die Musikwissenschaftlerin Dr. Barbara Neumeier (Hochschule für Musik Saar) und Katharina Biehler und Stephan Scheid vom Ensemble „Liquid Penguin“ setzen. Sie haben für die Gedenkstätte SS-Sonderlager Hinzert für ungewöhnliche Hörbeiträge gesorgt. Nach der Mittagspause stellen die Pädagogen Max Hewer und Fabienne Tietz neue Unterrichtsmaterialien für 9. Klassen vor, die ganz bewusst den Brückenschlag von der NS-Erinnerungsarbeit zu heutigen Formen der Ausgrenzung und Diskrimierung suchen. Ungewöhnlich auch der Zugang der Theatergruppe um Gaby Bernstern, die ein Theaterstück aus dem historischen Zeugnissen der Neuen Bremm entwickelt hat, das vorgestellt und diskutiert wird.

Es sind noch Plätze frei! Anmeldung für Lehrkräfte über diesen Link, für außerschulische Interessierte telefonisch über das LPM-Sekretariat (06897 7908 150).

Es gelten die üblichen Corona-Vorsichtsmaßnahmen.

 

 

ABLAUFPLANUNG

 

  • 09.00 Uhr Begrüßung durch den Leiter des LPM, Dr. Burkhard Jellonnek, und den Fachgebiets-Referenten Daniel Ullrich
  • 09.15 Uhr „Täter und Opfer des Gestapo-Lagers Neue Bremm und der Rastatter Prozess“ Vortrag von Dr. Elisabeth Thalhofer, Historikerin, mit anschließender Diskussion
  • 10.30 Uhr Kaffeepause
  • 11.00 Uhr Neue (akustische) Formen der Erinnerungsarbeit - Beispiel Hinzert mit der Musikwissenschaftlerin Dr. Barbara Neumeier sowie Katharina Biehler und Stephan Scheib (Liquid Penguin)
  • 12.00 Mittagspause
  • 13.00 Uhr Unterrichtsmaterialien zur Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm (9. Klasse), vorgestellt von den Lehrkräften Max Hewer und Fabienne Tietz
  • 14.00 Uhr „Spiel auf der Grenze“, Szenische Lesung des gleichnamigen Theaterstücks mit den Schauspielern Gaby Bernstein, Meike Ruby und Gerrit Bernstein
  • 15.00 Uhr Impulse für die Gedenkstättenarbeit - ein offener Austausch
  • 15.30 Uhr Seminarende