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Das Ministerium für Bildung und Kultur veröffentlicht gemeinsam mit dem LPM die Broschüre über Erstellung und Nutzung offener Bildungsmaterialien (OER)

Offene Bildungsmaterialien, die häufig in der englischen Bezeichnung Open Educational Resources (OER) verwandt werden, erfreuen sich auch unter Lehrkräften immer größerer Beliebtheit. Ihr Einsatz bedarf aber auch grundlegender Kenntnisse in den Bereichen Urheberrecht und Datenschutz.

Mit der Broschüre "Lizenzierung und Nutzung offener Bildungsmaterialien" veröffentlicht das Ministerium für Bildung und Kultur gemeinsam mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) passend zum morgigen 3. Saarländischen Medienkompetenztag eine Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer, die in den Umgang mit OER einführt und Fundstellen im Netz aufzeigt.

Sobald Materialien digital schulintern oder schulübergreifend freigegeben bzw. zur Verfügung gestellt werden oder mehrere Personen an einem Dokument arbeiten, stellen sich urheberrechtliche Fragen. Aktuelle gerichtliche Entscheidungen belegen die Relevanz des Themas. Die nun vor- liegende Handreichung möchte Orientierung geben und zum rechtssicheren Umgang mit den Materialien anleiten.

Die Handreichung wurde im Rahmen des Projektes ProfIL, das darauf abzielt, den individualisierenden und schüleraktivierenden Unterricht an allen weiterführenden Schulen zu stärken, entwickelt. Durch Anknüpfen an individuelle Begabungen und Interessen soll das eigenverantwortliche Lernen von Schülerinnen und Schülern gefördert und ihre Leistungsfähigkeit unterstützt werden.

Im dort angesiedelten überfachlichen Erweiterungsmodul "Medienbildung und Einsatz digitaler Medien" wird den teilnehmenden Lehrkräften nötiges medienrechtliches, -technisches, -didaktisches und -pädagogisches Rüstzeug an die Hand gegeben, damit ein Lernen mit und über Medien im eigenen Fachunterricht gelingt.

Bildungsminister Ulrich Commerçon: "Den Lehrkräften im Programm für Individuelle Lernbegleitung danke ich an dieser Stelle für ihr Engagement bei der Weiterentwicklung des Unterrichts im Sinne eines individualisierten Lernens - ein Engagement, das letztlich den Schülerinnen und Schülern an den saarländischen Projektschulen zugutekommt. Es würde mich gerade deshalb auch freuen, wenn die Broschüre über das Projekt hinaus eine interessierte Leserschaft findet."

Die Kooperation unter den beteiligten Schulen und den Lehrkräften spielen in ProfIL eine zentrale Rolle. Lehrkräfte erstellen gemeinsam Unterrichtsmaterialien und geben sich gegenseitig Feedback. Anschließend erfolgen gegebenenfalls Anpassungen; eine Testung im Unterricht ist möglich, bevor die Freigabe erfolgt. Letztlich sollen die in ProfIL erarbeiteten Materialien mit der Veröffentlichung allen saarländischen Schulen zur Verfügung stehen.

Die Handreichung steht selbst unter einer so genannten Creative Commons- Lizenz, welche die Nutzung und Weiterverarbeitung der Inhalte erlaubt. Diese Lizenz wird unter anderem von der großen Online-Enzyklopädie Wikipedia genutzt. Als OER-Material wurde es beim diesjährigen bundesweiten Wettbewerb "OER-Award 2017 - die besten Open Educational Resources im deutschsprachigen Raum" eingereicht.

Zusätzliche Informationen zum Projekt ProfIL gibt es auf dem Bildungsserver. Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.