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„Politische Bildung schafft die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens“

Festakt „60 Jahre Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes“ mit Netzwerk-Forum in der Congresshalle Saarbrücken

Die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes hat am Mittwochabend in der Congresshalle Saarbrücken mit über 120 Gästen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik, Bildung, Wissenschaft und Verwaltung ihr 60-jähriges Jubiläum gefeiert. In ihren Festvorträgen haben der Minister für Bildung und Kulur des Saarlandes, Ulrich Commerçon, und die Vizepräsidentin der Bundeszentrale für politische Bildung, Dr. Caroline Hornstein-Tomić, die gesellschaftspolitische Bedeutung und die aktuellen Herausforderungen politischer Bildung beleuchtet. Im Anschluss an den Festakt informierten mehrere demokratiepädagogische und -fördernde Netzwerkinitiativen aus dem Saarland im Rahmen eines Netzwerk-Forums über ihre Arbeit.

In seiner Eröffnungsrede bezeichnete Minister Commerçon die Landeszentrale als wichtige überparteiliche und inhaltlich unabhängige Schnittstelle zwischen den verschiedenen Bildungs- und Gesellschaftsbereichen und als bedeutenden gesellschaftspolitischen Spiegel des Zeitgeschehens.

„Der demokratiefördernde Auftrag der Landeszentrale lautet seit jeher, die Menschen in unserem Bundesland bei ihrem Meinungsbildungsprozess und ihrer Suche nach geeigneten Wegen polititischer und gesellschaftlicher Teilhabe zu unterstützen. Dabei muss die Landeszentrale ihre eigenen Bildungsformate und strategischen Konzepte mit Blick auf die sich stets verändernden Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft regelmäßig neu ausrichten“, so Minister Commerçon.

Die Aufgabe der politischen Bildung, sich immer wieder selbstkritisch mit neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen, sei in den vergangenen Jahren immer vielfältiger geworden. Demnach begrüße er die Entscheidung der Landeszentrale, in den verschiedenen Bildungs- und Gesellschaftsbereichen für die Handelnden politischer Bildung gemeinsame Netzwerk- und Informationsstrukturen auf- und auszubauen.

“Ich freue mich sehr darüber, dass viele Akteurinnen und Akteure in unserem Land an dem Vernetzungsprozess mit großem Engagement mitwirken. Gemeinsames Handeln bei übergeordneten demokratiepädagogischen Fragen ist die richtige Antwort auf die aktuellen Anforderungen. Politische Bildung  schafft die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die gemeinsame Basis unserer demokratischen Kultur“, hob Minister Commerçon am Ende seiner Rede hervor.

Bei der Eröffnung des Netzwerk-Forums im Anschluss an den Festakt waren die Veranstaltungsgäste zum Gedankenaustausch eingeladen. Dabei erläuterte der Leiter der Landeszentrale, Dr. Erik Harms-Immand, die Ausrichtung der Netzwerkarbeit:

„Mit unseren großen Netzwerkinitiativen, die wir beispielsweise in der Erinnerungsarbeit oder in der ehrenamtlichen Jugendarbeit auf den Weg gebracht haben, verfolgen wir zwei Ziele. Zum einen dient der Aufbau stabiler Informations- und Kommunikationsstrukturen dazu, sowohl den Fachexpertinnen und -experten als auch der interessierten Öffentlichkeit in unserem Land einen gezielteren Zugang zu den verschiedenen zielgruppengerechten Angeboten zu ermöglichen. Zum anderen möchten wir die Akteurinnen und Akteure politischer Bildung dabei unterstützen, über gemeinsame Herausforderungen zu beraten und sich gegenseitig mit ihrer Kreativität und ihrem Know-how zu inspirieren.“

Im Rahmen des Netzwerk-Forums informierten mehrere demokratiepädagogische und -fördernde Netzwerkinitiativen aus dem Saarland über ihre Arbeit und ihre konzeptionellen Ansätze. Vorgestellt wurden unter anderem der Fortgang der Arbeit des Runden Tisches Erinnerungsarbeit, die Aktivitäten rund um das Jugendnetzwerk „Demokratie? Ei Jo!“ sowie die saarländische Netzwerkarbeit bei „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Mehr Information:

Der aktuelle Bericht vom 22.11.2017 (ab Minute 18)

Saarbrücker Zeitung vom 23.11.2017: Es begann vor 60 Jahren mit dem Dienst an der Saar Heimat