Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland
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Schüler betrachten den Würfel »Anfang, Ende und dazwischen« mit Objekten und Informationen zu Alltagssituationen in Judentum, Christentum und Islam

Das mobile Museum »on.tour – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule« im Saarland

Juden klopfen nicht auf Holz, hängen sich kein Hufeisen über die Tür und sammeln keine vierblättrigen Kleeblätter. Dennoch sind auch im Judentum wie in den anderen beiden monotheistischen Religionen Glücksbringer und Amulette weit verbreitet.

Antworten auf Fragen zu Aberglauben, jüdischen Festen und Kultur erhalten Schüler in der mobilenAusstellung "on.tour - Das Jüdische Museum Berlin macht Schule".

Seit gestern besucht "on.tour" fünf Schulen im Saarland:

Merzig, St. Wendel, Püttlingen, Dillingen und Saarbrücken. Mit interaktiven Führungen durch die mobile Würfelausstellung und zwei iPad-Workshops laden die Museumspädagogen zum Gespräch und zur Diskussion über Antisemitismus, jüdische Religion, Tradition und Identität ein.
Die Bildungsinitiative "on.tour - Das Jüdische Museum Berlin macht Schule"
"Jeder Schüler in Deutschland sollte mindestens einmal das Jüdische Museum Berlin besucht haben, bevor die Schule beendet ist", sagt Gründungsdirektor W. Michael Blumenthal.
Damit formulierte er das Ziel der mobilen Bildungsinitiative, diejenigen Schüler zu erreichen, die nicht ohne Weiteres nach Berlin reisen können.
Seit 2007 besuchte das mobile Museum bundesweit mehr als 500 weiterführende Schulen. Für seine innovative pädagogische Pionierarbeit wurde "on.tour" 2009 von der Initiative"Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet.
Bis Ende 2014 nahmen mehr als 62.000 Jugendliche daran teil. Die mobile Würfelausstellung.
Die Ausstellungsobjekte des Jüdischen Busses werden in Würfeln präsentiert.
Diese Würfel widmen sich den Themen "Jüdisches", "Leben und Überleben", "Lebenswege","Feste feiern" und "Anfang, Ende und dazwischen". Unter Anleitung der Museumspädagogen erarbeiten sich die Schüler die fünf Themen in Kleingruppen von fünf bis acht Schülern und bewegen dabei die Würfel durch den Raum. Unter dem Thema "Anfang, Ende und dazwischen" werden beispielsweise die Schüler an Situationen aus dem Alltag jüdischen, muslimischen, christlichen und nichtreligiösen Lebens herangeführt.

Zwei iPad-Workshops begleiten die Ausstellung

In begleitenden iPad-Workshops beschäftigen sich die Schüler anhand von Biografien mit Fragen zu Identitäten und jüdischem Leben nach 1945.
Im Workshop "So einfach wardas" stellte das Jüdische Museum Berlin bekannten und unbekannten, gläubigen und weniger gläubigen Juden verschiedener Generationen die Frage:
"Wie war das eigentlich nach 1945 als Jude in Deutschland aufzuwachsen?"

Im Workshop "Meine Seite(n)"stehen aktuelle Biografien von jüdischen Jugendlichen im Vordergrund. Die iPads geben mit interaktiven Tagebüchern einen Einblick in das Leben der Jugendlichen und zeigen die kulturelle Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland heute.
In einer anschließenden Diskussion nähern sich die Schüler den Themen Identität und Interkulturalität, Herkunft,Glaube und Heimat.

Die Saarland Tour 2018

Dienstag, 12.06.2018: Gymnasium Wendalinum, Schorlemerstraße 28, 66606 St. Wendel
Mittwoch, 13.06.2018: Gemeinschaftsschule Peter-Wust Püttlingen, Picardstraße 33,66346 Püttlingen
Donnerstag, 14.06.2018: Technisch-Wissenschaftliches Gymnasium Dillingen,Wallerfanger Str. 25, 66763 Dillingen
Freitag, 15.06.2018: Ludwigsgymnasium Saarbrücken, Stengelstraße 31, 66117 Saarbrücken

Weitere Informationen und die Termine der bundesweiten Tour finden Sie hier.

 
Bei Interesse an Berichterstattung melden Sie sich bitte hier:

Dr. Björn Jakobs, Landesinstitut für Pädagogik und Medien
Programm "KULTUR_Leben!"
Telefon: 0179/2157784
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