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Verbotene Filme - das verdrängte Erbe des Nazi-Kinos

Filmschau für Schulklassen und Jugendgruppen mit Vor- und Nachbereitung in der Woche vom 22. bis 26.10. Schulklassen können sich jetzt anmelden.

Es werden zwei der abscheulichsten Propaganda-Filme des NS-Regimes gezeigt: 

Jud Süß und Hitlerjunge Quex.

Jud Süß - Der Filmtitel fasziniert und traumatisiert noch heute die Menschen. Veit Harlans berüchtigter Spielfilm gilt als Inbegriff eines menschenverachtenden, judenverhetzenden Machwerks.

Bis auf den heutigen Tag zählt der von Propagandaminister Joseph Goebbels intensiv in seinem Entstehungsprozess begleitete Film zu den meist gesehendsten Filmen in Deutschland.
Rund 23 Millionen Bürger im Deutschen Reich haben ihn gesehen, bisweilen in den Formationen von der HJ bis zur Reichswehr, viele aber auch eigenen Wunsch.

"Ein ganz großer, genialer Wurf. Ein antisemitischer Film, wie wir ihn uns nur wünschen können," vertraute Goebbels schon Tage vor der Premiere seinem Tagebuch an.

Der Film ist empfohlen ab Klassenstufe 9.

Hitlerjunge Quex beschreibt die Kämpfe im Berliner Stadtteil Wedding zwischen einem kommunistischen Jugendverband und der aufstrebenden Hitlerjugend.

Heini Völker, Sohn einer Arbeiterfamilie, missfällt der ungeordnete Zeltlager-Ablauf bei den Sozialisten, er findet Gefallen an den Ritualen der HJ. Sein Idealismus kostet ihn am Ende das Leben, sein Tod wird zum Opfer-Mythos des Dritten Reiches stilisiert.

Dieser Film ist ab Klassenstufe 8 empfohlen.

Zusätzlich zur Vorführung der Filme erfolgt eine ausführliche Vor- und Nachbereitung durch den Leiter des LPM, Dr. Burkhard Jellonnek. Dadurch ergibt sich eine Dauer von ca. 2,5 Stunden.

Für Schülerinnen und Schüler sowie für Besucher der Abendveranstaltung wird ein Kostenbeitrag von 3,50 EUR erhoben.

Die Termine für die Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Flyer.