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17. Oktober 2018: Fachtagung Der Weisse Fleck

Homosexuellenverfolgung 1933-1994 an der Saar

Die vielzitierte Stunde Null nach dem Zusammenbruch des NS-Staates hat es für Homosexuelle auch an der Saar nicht gegeben. Der berüchtigte § 175 bestand auch in der frühen Bundesrepublik weiter. Einzig die Verbringung und Ermordung in Konzentrationslagern gab es in der Adenauer-Zeit nicht mehr, mit 50.000 Gefängnis- und Zuchthausstrafen wurden viele schwule Männer wie in der Hitler-Zeit auch in der frühen Bundesrepublik verfolgt. Auch im Saarland, nur weiß man darüber herzlich wenig. Ein unterbelichtetes Kapitel ist auch die Verfolgung von Lesben. Den "rosa Winkel" gab es für sie nicht, allerdings weiss man aus anderen Regionen, dass lesbische Frauen bisweilen als Asoziale verfolgt wurden. Erinnert sei an die spektakuläre Verfilmung der Liebe einer Nicht-Jüdin zu einer Jüdin in "Aimée und Jaguar" von Max Färberböck.

Licht in das Dunkel und einen ersten Aufschlag soll nun eine historische Tagung bringen, die das Stadtarchiv Saarbrücken, das Landesinstitut für Pädagogik und Medien, der Schwulen- und Lesbenverband und die FrauenGender Bibliothek Saar mit Unterstützung des Bildungs- und Frauenministeriums und der Landeszentrale für politische Bildung mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" am 17. Oktober 2018 vormittags im Rathausfestsaal und nachmittags im Stadtarchiv unter der Schirmfrau- und herrschaft von Bildungsminister Ulrich Commerçon, Frauenministerin Monika Bachmann und Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz veranstalten.

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