Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland
Landesinstitut für Pädagogik und Medien

Landestagung des Projekts ImBilde

Donnerstag 28.03.2019

Die Tagung stand unter dem Leitthema
"Heterogenität und Differenzierung in der gymnasialen Oberstufe".

Nähere Informationen finden Sie nachstehend und im Tagungsflyer.

Tagungsprogramm

8.15 Uhr
Foyer

Ankunft und Anmeldeformalitäten,
Buchausstellung

8.45 Uhr

Eröffnung, Begrüßung, Einführung

Raum A2.14+A2.16

Dr. Kathrin Andres, MBK
Dr. Hanno Werry, LPM
Heinz Dabrock, LPM

9.00 Uhr-10.30 Uhr

Vortrag mit Aussprache (V1)

Raum A2.14+A2.16

„Heterogenität in der Oberstufe“
Ramona Lau
Oberstufenkolleg Bielefeld

10.30 Uhr - 11.00 Uhr
Empore, Foyer

Kaffeepause mit Snack, Buchausstellung

11.00 Uhr - 12.30 Uhr

Vortrag mit Aussprache (V2)

Raum A2.14+A2.16

Differenziertes Unterrichten in der Oberstufe in Anbetracht zentraler Prüfungen“
Birgit Alam
Heinrich-Hertz-Schule, Hamburg

12.40 Uhr - 13.40 Uhr
Caféteria

Mittagessen
(online-Voranmeldung über Workshop 5)

Foyer

Buchausstellung

13.50 Uhr - 15.40 Uhr

Workshops am Nachmittag

Workshop W1
Raum A2.08

„Heterogenität – Selbstreflexion“
Ramona Lau

Workshop W2
Raum
A2.14+A2.16

„Praxis der Binnendifferenzierung“
Birgit Alam

Workshop W3
Raum A2.06

„Differenziertes Unterrichten
mit digitalen Medien und Werkzeugen"

Mirko Busch, Gymnasium am Steinwald, Neunkirchen

Workshop W4
Raum A2.12

„Konzepte und Methoden der Begabtenförderung“
Sandra Behrend, Marie Burger, Beratungsstelle Hochbegabung

15.40 Uhr - 16.00 Uhr
Empore

Get together:
formloser Austausch

16.00 Uhr

Ende der Tagung

Vortrag: "Heterogenität in der Oberstufe"

Ramona Lau, Oberstufenkolleg Bielefeld

Heterogenität geht uns alle an – gerade auch in der Oberstufe

In diesem Vortrag wird der Heterogenität von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe nachgespürt. Es wird u. a. vorgestellt, welche Heterogenitätsfacetten unterrichtsrelevant sind, dabei untersucht, was Gelingensfaktoren für den Umgang mit Heterogenität in der Oberstufe sein können. In diesem Zusammenhang werden Konzeptideen für Institutionen mit gymnasialer Oberstufe präsentiert. Diese beziehen sich sowohl auf das unterrichtliche Handeln als auch auf strukturelle Ebenen. Auch die Notwendigkeit der reflektierten Gestaltung der (professionellen) Beziehungen zu den jungen erwachsenen Lernenden wird in den Fokus der Betrachtungen gestellt. Grundsätzlicher Anspruch des Vortrags ist es, die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler als das was es ist, nämlich als Normalität, vorzustellen, die das berufliche Handeln von Lehrer/innen bereichert.

Vortrag: "Differenziertes Unterrichten in der Oberstufe in Anbetracht zentraler Prüfungen"

Birgit Alam, Heinrich-Hertz-Schule, Hamburg

Die Heterogenität im Kursraum steigt. Die Gründe sind vielfältig und sie lässt sich nicht allein durch Veränderungen der Schulstruktur oder der Personalausstattung bewältigen – sie bildet eine konstante und zunehmende Herausforderung im täglichen Unterricht.

Im Vortrag soll der Begriff der Differenzierung nicht vorschnell methodisch verkürzt, sondern als Bezeichnung all jener Strategien entfaltet werden, welche die Einflussmöglichkeiten didaktischen Handelns nutzen. Solche Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten liegen neben der Methodik und Unterrichtsorganisation auch in der Inhalts- und Aufgabenkultur sowie in der differenzierenden Variation des Lehr-Handelns in der Situation selbst. Differenzierung zielt in diesem Sinne auf eine gelingende Ausschöpfung der individuellen Lern- und Verstehenspotentiale aller Schülerinnen und Schüler eines Kurses.

Zugleich steht der Anspruch einer gelingenden Differenzierung im Kontext mit anderen Ansprüchen an schulischen Unterricht: Schulinterne Organisation von Heterogenität (Binnen- oder äußere Differenzierung), die Bedeutung von Selbststeuerung und -verantwortung bei den Lernenden, Differenzierung angesichts zentraler Standards und Prüfungen. Diese Handlungsfelder werden ausgeleuchtet und sowohl didaktisch als auch empirisch in Zusammenhang gebracht. Auch hier steht die Frage eines gelingenden Lernens aller Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe im Fokus.

Workshop: "Die Heterogenität meiner Schüler/innen und Ich"

Ramona Lau, Oberstufenkolleg Bielefeld

Anknüpfend an den Vortrag zur Heterogenität von Schülerinnen und Schülern in der Oberstufe stellt dieser Workshop die eigenen Person in den Mittelpunkt der Betrachtungen: Was bedeutet die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler für mein eigenes Handeln im Kurs? Wie kann ich versuchen, der Heterogenität meiner Schülerinnen und Schülern auch jenseits von Unterrichtsmethoden gerecht zu werden? Diesen und vielen andere Fragen wird sich mit Hilfe von Fallbeispielen genähert und in Diskussionen zu diesen Beispielen werden individuelle Anregungen erarbeitet.

Workshop: "Die Praxis der Binnendifferenzierung im Unterricht"

Birgit Alam, Heinrich-Hertz-Schule, Hamburg

Ausgehend von einem Praxisbeispiel werden in diesem Workshop zentrale Momente der Differenzierung thematisiert: Aufgabenstellungen, funktionales Arrangement und Methodik, Lehrersteuerung und Möglichkeiten der Variation im Prozess.

Die Grundidee lässt sich generalisieren im Blick auf eine Planungslogik differenzierten Unterrichts, in deren Zentrum der Lerngegenstand und das fachliche Verstehen stehen. Die Realisierung einer solchen Planung ist dabei eingebettet in eine spezifische Strategie des Lehrerhandelns und der Aufmerksamkeitssteuerung.

Im Workshop soll es auf Grundlage des Impulses der Referentin zu einem gemeinsamen Austausch unter den Teilnehmenden kommen, in dem verschiedene Fragen, Themen, Anwendungsszenarien und / oder Fallbeispiele diskutiert werden können.

Workshop: "Differenziertes Unterrichten mit digitalen Medien und Werkzeugen"

Mirko Busch, Gymnasium am Steinwald, Neunkirchen

Digitale Medien und Werkzeuge bieten vielfältige Möglichkeiten den Unterricht abwechslungsreicher und interessanter zu gestalten. Dies kommt nicht zuletzt dem differenzierten Unterrichten zugute. Der Workshop möchte hierzu Ideen und Anregungen bieten sowie zum Erfahrungsaustausch einladen. Darüberhinaus sollen auch technische Vorraussetzungen beleuchtet und die Möglichkeiten beim Einsatz digitaler Lehrwerke betrachtet werden.

Workshop: "Konzepte und Methoden der Begabtenförderung"

Sandra Behrend, Marie Burger, Beratungsstelle Hochbegabung

In der Diskussion um "Begabung“ und v.a. „Hochbegabung" begegnet man vielfältigen Vermutungen und Vorurteilen, die einer angemessenen Förderung (hoch)begabter Kinder und Jugendlicher nicht selten im Wege stehen. In dem Workshop sollen einigen dieser Vorurteile zentrale wissenschaftliche Befunde gegenübergestellt werden. Darauf aufbauend werden Methoden und Konzepte der Förderung (hoch-)begabter sowie potenziell leistungsstarker Schülerinnen und Schüler in einem differenzierten Regelunterricht vorgestellt. Im Rahmen des Workshops können diese verschiedenen Förderansätze mit Blick auf ihre praktische Umsetzbarkeit und Wirksamkeit miteinander verglichen/diskutiert werden. Zudem werden langjährige Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung der außerschulischen Begabtenförderung im Saarland vorgestellt.