Historischer Tanz und Geometrie

Historische Tanzchoreographien mathematisch-künstlerisch betrachtet

Projektbeschreibung und Zielsetzung

Tanz weckt Assoziationen von freien Bewegungen, sich unkontrolliert von Bewegungsfluss und Musik treiben zu lassen. Historische Choreographien geben jedoch ein anderes Bild vom Tanz: nicht allein der Akt des Tanzes ist Kunst, sondern bereits die Choreographie ist ein geometrisches Gebilde, das interpretiert und visualisiert werden muss. Oftmals ist ebenfalls der Versuch der geometrischen Umsetzung des Tanzes ein künstlerisches Mittel.

Aus mehreren Jahrhunderten werden Beispiele für das Zusammenspiel von Tanz, Geometrie und Kunst gezeigt und mit den Schüler:innen repräsentative Tänze aus den jeweiligen Tanzbeschreibungen eingeübt und interpretiert. Im Vordergrund stehen hierbei auch Fragen nach dem Hintergrund, Tanz als körperliche Ausdrucksform mittels mathematischer Formel zu (be)schreiben.


Schwerpunkte:
• Auswertung des zur Verfügung gestellten Quellenmaterials
• Einübung repräsentativer Tänze
• Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Prämissen anderer Epochen
• Auswertung weiterer Tanzdarstellungen
Eine Abstimmung nach Klassenstufe und Lehrplan ist möglich.

Geförderte Kompetenzen:
Wahrnehmungs- und Empfindungskompetenz
produktionsästhetische Kompetenzen
Sachkompetenz
Methodenkompetenz

Fächerbindung:

  • Darstellendes Spiel
  • Geschichte/Gesellschaftskunde
  • Musik
  • Sport
  • Seminarfach
  • Mathematik

Zeitumfang

Zeitumfang:
2 UE Theorie
6 UE vorwiegend praktischer Teil (Quellenkunde, Schritttraining, exemplarische Tänze)

Kosten

40 Euro pro Unterrichtsstunde

Weiterführende Hinweise

Geeignet für Schüler:innen ab oberer Mittelstufe.

Der theoretische Teil kann im Unterrichtsraum stattfinden, Medieneinsatz vor Ort muss möglich sein. Für den praktischen Teil muss ein entsprechend großer Raum (Turnhalle oder Gymnastiksaal) vorhanden sein; den Schüler:innen werden Turnschläppchen empfohlen, die Möglichkeit von Medieneinsatz wäre wünschenswert.

Kurzbiografie

Michaela Mettel ist studierte Kulturwissenschaftlerin (mit Literaturwissenschaft und Medienpsychologie im Nebenfach) und Tanzhistorikerin. Sie leitet seit 2012 Workshops im Bereich Historischen Tanz mit Schwerpunkt auf der italienischen Renaissance im In- und Ausland. Neben der praktischen Lehre ist sie auch im Hochschulbereich als Dozentin tätig und schreibt an ihrer Dissertation über italienische Tanztraktate. Im Freizeitbereich liegt ihr Schwerpunkt auf Reenactment und Living History, was sie vor allem im Bereich Kostümbild und Kostümführungen mit einbringt. In Sachen Historischer Tanz und Kulturelle Bildung repräsentiert sie den Dance & History e.V, dessen Ziel neben der Forschung und der Rekonstruktion auch die Verbesserung von Präsenz und öffentlicher Wahrnehmung des Historischen Tanzes ist.

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