Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland
Landesinstitut für Pädagogik und Medien

Beachten Sie bitte die Informationen zu den Fortbildungsveranstaltungen 2020/21 unter "Aktuelles".

 

Gesprochene Lyrik - Tag für Tag

Auf Initiative des Faches Deutsch und des Programms KULTUR_leben! am LPM  finden Sie hier Gedichte für den Unterricht. Im Zentrum stehen hauptsächlich gesprochene Texte von Erich Kästner und aus dem Genre Naturlyrik für die Oberstufe (s. aktuelle Lehrpläne)

 

 

Goethe am Fenster in der Via del Corso, Rom (Zeichnung von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein)

Gesprochene Lyrik Woche für Woche - Hermann Hesse (1877 – 1895): Im Nebel

Hier finden Sie das Archiv der bereits veröffentlichten Gedichte

Gesprochene Lyrik - Tag 1: Erich Kästner (1899 - 1974), Kennst du das Land

Das Gedicht „Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?“ wurde von Erich Kästner im Jahre 1928 verfasst und im gleichen Jahr in der Lyrikreihe „Herz auf Taille“ veröffentlich. 

Zentrales Thema darin ist die kriegsaffirmative Haltung in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung während der Zeit des Deutschen Kaiserreiches und auch noch der Weimarer Republik.

Offenkundig ist die Anspielung an Goethes berühmtes Gedicht „Mignon“. Während darin die kulturelle Größe eines fernen (Sehnsuchts-)Ortes (Italien) gepriesen wird (Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?“), parodiert Kästner auf seine unnachahmliche ironisch-sarkastische Art die militaristische Wirklichkeit in der deutschen Gesellschaft dieser Zeit.

Das Gedicht ist der Epoche der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen.

Gesprochene Lyrik Tag 2: Joseph von Eichendorff (1788 – 1857), Frische Fahrt

„Frische Fahrt“ ist ein Gedicht der Romantik von Joseph von Eichendorff, das ursprünglich 1815 in seinem Roman „Ahnung und Gegenwart“ erschienen ist. Dort wird es einer der Romanfiguren, der Gräfin Romana, in den Mund gelegt. Ihr Charakter zeichnet sich durch einen unkonventionellen starken Freiheitsdrang aus, der auch Im Gedicht „Frische Fahrt“ zum Ausdruck kommt. 
Eichendorffs Gedicht ist ein typisches Werk der Romantik, in dem Mensch und Natur miteinander stimmungsvoll verschmelzen. Der Frühling als Jahreszeit der aufbrechenden Vegetation, führt auch zur Aufbruchsstimmung des „Lyrischen Ichs“.

Gesprochene Lyrik - Tag 3 Erich Kästner (1889 - 1974), Sachliche Romanze

„Sachliche Romanze“ ist eines der berühmtesten Gedichte Erich Kästners. Entstanden im Jahre 1928, thematisiert es das Scheitern einer langjährigen Beziehung zweier Menschen, deren Liebe sich in einem schleichenden Prozess über viele Jahr hinweg unbemerkt verflüchtigt hat.

Sehr eindrücklich ist auch hier der betont beiläufige, sachlich distanzierte Duktus, der das Gedicht als eines der zentralen literarischen Exponate der Epoche der Neuen Sachlichkeit ausweist.

Gesprochene Lyrik - Tag 4: Novalis (1772 – 1801), Es färbte sich die Wiese grün

„Es färbte sich die Wiese grün“ ist ein Gedicht des romantischen Lyrikers Novalis, der mit eigentlichem Namen Georg Philipp Friedrich von Hardenberg hieß. Er ist ein Vertreter der Frühromantik, deren Zentrum sich um 1800 in Jena befand. Sein Gedicht beschreibt zeitgleich die allgegenwärtigen Verwandlungen der Natur im Frühling und die dadurch hervorgerufenen Stimmungen und Phantasien im „Lyrischen Ich“. Mit der Auferstehung der Natur, feiert es auch seine eigene Auferstehung und Wiedergeburt.

Gesprochene Lyrik - Tag 5: Erich Kästner (1889 - 1974), Die Entwicklung der Menschheit

Erich Kästners Gedicht „Die Entwicklung der Menschheit" stammt aus dem Jahre 1932 und wurde in dem Lyrikband „Gesang zwischen Stühlen“ veröffentlicht. Thematisiert wird in gewohnt kritischem und gleichzeitig ironisch-satirischem Ton die Entwicklung der Menschheit, vom Stadium des primitiven Menschenaffen bis zum modernen Büromenschen. Seine zivilisationskritische Botschaft ist dabei offenkundig: Trotz jahrtausendelanger technologischer und scheinbar (!) kultureller Entwicklung habe sich bei der Spezies Mensch im Grunde wenig verändert; sie befinde sich zivilisatorisch im Grunde nach wie vor auf der Stufe von Primaten („ noch immer die alten Affen“). In kaum einem anderen Gedicht erleben wir Kästner in einer vergleichbar bissigen und fast schon höhnischen Weise – eine Eigenschaft, die ihm durchaus auch eigen war.

Gesprochene Lyrik - Tag 6: Friedrich de la Motte Fouqué (1777 – 1843), Waldessprache

Friedrich de la Motte Fouqué stammte aus einer altfranzösischen adligen Hugenottenfamilie und gilt als einer der ersten Dichter der deutschen Romantik. Sein bekanntestes Werk „Undine“ spielt in einer sagenumwobenen mittelalterlichen Märchenwelt, in der sich ein Ritter in eine Seejungfrau verliebt.
Das Gedicht „Waldessprache“ weist typisch romantische Elemente auf, indem das „Lyrische Ich“ ganz in den Klängen und der Schönheit der harmonischen Natur aufgeht. In der letzten Strophe kommt es jedoch zum Bruch, denn es ist für den Dichter nicht möglich, sich ganz in die Natur hinein zu verwandeln. Die Vielfalt ihrer Klänge und Melodien entzieht sich einer Übertragung ins dichterische Wort.

Gesprochene Lyrik - Tag 7: Erich Kästner (1889 - 1974), Handstand auf der Lorelei

Die Ballade „Der Handstand auf der Loreley (Nach einer wahren Begebenheit) erschien 1932 in dem Gedichtband „Gesang zwischen den Stühlen“. 

Der parodistische Text steht in der Tradition von Gedichten Clemens Brentanos und Heinrich Heines („Die Lore-Ley“), die sich bereits 100 Jahre vorher mit der Loreley-Sage beschäftigten.

Kästner verleiht dem Stoff seine eigene Note, indem er, als überzeugter Gegner des Nationalsozialismus, die nationalistisch überhöhte Turnbewegung aufs Korn nimmt und gleichzeitig die weit verbreitete Deutschtümelei und den ausgeprägten Heldenmythos seiner Zeit schonungslos entlarvt. Zudem lässt sich das Gedicht durchaus auch als satirische Stellungnahme gegen das Horst-Wessel-Lied verstehen.

Gesprochene Lyrik - Tag 8: Hugo von Hofmannsthal (1874 – 1929), Vorfrühling

Das Gedicht „Vorfrühling“ von Hugo von Hofmannsthal ist 1892 entstanden und ein Werk der frühen Moderne. Darin findet sich zwar das Naturphänomen der „kahlen Alleen“, das typisch für eine Vorfrühlingsszenerie ist, gleichzeitig tauchen in dem Gedicht aber auch Akazienblüten auf, die für eine spätere Frühlingsphase stehen. Der Dichter nimmt sich hier die Freiheit, den Vorfrühlingswind auf verschiedene Stimmungslagen zu übertragen, wodurch im Gedicht eine existenzielle Bedeutungsebene entsteht. Die Zeitformen verschwimmen und der Vorfrühlingswind wird zu einem rätselhaften Boten einer nicht entschlüsselten Gegenwart wie Zukunft.

Gesprochene Lyrik -Tag 9: Erich Kästner (1889 - 1974), Stimmen aus dem Massengrab

Auf Initiative des Faches Deutsch und des Programms KULTUR_leben! am LPM  finden Sie hier jeden Tag ein neues Gedicht. Im Zentrum stehen hauptsächlich gesprochene Texte von Erich Kästner und aus dem Genre Naturlyrik für die Oberstufe (s. aktuelle Lehrpläne).

Ein besonders eindringliches Beispiel für Kästners politisch-gesellschaftskritische Lyrik ist das 1927 entstandene 'Mahngedicht' „Stimmen aus dem Massengrab“, in dem er den auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs gefallenen Soldaten seine Stimme leiht. Das Gedicht liest sich als eine durchgehende Klage der Angehörigen der Kriegsgeneration, zu der er sich auch zählt, und gleichzeitig als eindringliche Mahnung an die Nachfolgenden, sich nicht auch noch einmal von den Parolen und falschen Versprechungen der Herrschenden mitsamt ihren Handlangern verführen zu lassen.

Gesprochene Lyrik -Tag 10: Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 – 1792), An die Sonne

„An die Sonne“ ist ein Gedicht von Jakob Michael Reinhold Lenz, einem Autor des Sturm und Drang, das uns hier in der Weimarer Fassung vorliegt. Die Sonne erscheint darin als die Urheberin allen Lebens und ihre Abwesenheit wirft Schatten auf die menschliche Existenz. Insbesondere für den oft gepeinigten Dichter Lenz war sie ein Lebenselixier; er versuchte sich, wie in diesem Gedicht, an ihre lebensspendende Kraft zu klammern, um nicht in den seelischen Abgrund zu stürzen, in den er zwischen Genie und Wahnsinn immer wieder blickte

Gesprochene Lyrik -Tag 11: Eugen Roth (1895-1976), Bücher

Eugen Roth machte sich bereits zu Lebzeiten einen Namen als humoristischer Autor einer heiteren und lebensklugen Lyrik. Beispielhaft stehen dafür seine zahlreichen sogenannten „Ein Mensch...“_Gedichte und Erzählungen, in denen er auf heiter-ironische Weise menschliche Schwächen aufs Korn nimmt. Durch sie wurde er zu einem der meistgelesenen Lyriker seiner Zeit.

Gesprochene Lyrik -Tag 12: Johann Wolfgang von Goethe, Gesang der Geister über den Wassern

Das Gedicht „Gesang der Geister über den Wassern“ von Johann W. von Goethe ist 1779 entstanden. Geschaffen hat es der Dichter auf einer Reise in die Schweiz, es ist inspiriert vom Anblick des 300 m hohen Staubbachfalles im Berner Oberland. Der Gang des Wassers wird gleichnishaft auf das menschliche Leben mit seinen Höhen, Tiefen und Verwandlungen übertragen. Goethe hat das Gedicht während der Reise an seine Freundin Charlotte von Stein nach Weimar geschickt.

Gesprochene Lyrik - Tag 13: Eugen Roth (1895 - 1976), Letteritis

Eugen Roth machte sich bereits zu Lebzeiten einen Namen als humoristischer Autor einer heiteren und lebensklugen Lyrik. Beispielhaft stehen dafür seine zahlreichen sogenannten „Ein Mensch...“_Gedichte und Erzählungen, in denen er auf heiter-ironische Weise menschliche Schwächen aufs Korn nimmt. Durch sie wurde er zu einem der meistgelesenen Lyriker seiner Zeit.

Gesprochene Lyrik - Tag 14: Else Lasker-Schüler (1869 -1945), Mein Lied

Auf Initiative des Faches Deutsch und des Programms KULTUR_leben! am LPM  finden Sie hier jeden Tag ein neues Gedicht. Im Zentrum stehen hauptsächlich gesprochene Texte von Erich Kästner und aus dem Genre Naturlyrik für die Oberstufe (s. aktuelle Lehrpläne).

Das Gedicht „Mein Lied“ von Else Lasker-Schüler ist 1917 entstanden und dem Lyriker Georg Trakl nachträglich gewidmet, welcher während des ersten Weltkrieges Selbstmord begangen hat. Beide waren eng miteinander in einer poetischen Freundschaft verbunden. In dem Gedicht wird die Vergänglichkeit in der Natur auf die innere Stimmung des Lyrischen Ichs gespiegelt. Doch auch in dieser Vergänglichkeit ist noch Leben vorhanden und wird aufgenommen.

Gesprochene Lyrik - Tag 15: Eugen Roth (1895-1976), Wettlauf

Auf Initiative des Faches Deutsch und des Programms KULTUR_leben! am LPM  finden Sie hier jeden Tag ein neues Gedicht. Im Zentrum stehen hauptsächlich gesprochene Texte von Erich Kästner und aus dem Genre Naturlyrik für die Oberstufe (s. aktuelle Lehrpläne).

Eugen Roth machte sich bereits zu Lebzeiten einen Namen als humoristischer Autor einer heiteren und lebensklugen Lyrik. Beispielhaft stehen dafür seine zahlreichen sogenannten „Ein Mensch...“_Gedichte und Erzählungen, in denen er auf heiter-ironische Weise menschliche Schwächen aufs Korn nimmt. Durch sie wurde er zu einem der meistgelesenen Lyriker seiner Zeit.

Gesprochene Lyrik - Tag 16: Daniel Casper von Hohenstein (1635 bis 1683), Lobgesang der Blumengöttin

Daniel Casper von Lohenstein zählt als Barockdichter zur Zweiten schlesischen Dichterschule und hat von 1635 bis 1683 gelebt. Neben seiner Tätigkeit als Dichter und Autor von Trauerspielen, war Lohenstein auch als Jurist und Diplomat aktiv. In dem Gedicht „Lobgesang der Blumengöttin“ präsentiert jene sich mit ihren Gaben selbstbewusst als herausgehobener Quell der Schönheit in der Natur.

Gesprochene Lyrik - Tag 17: Johann Wolfgang von Goethe (1749 -1832), Maifest

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1771 hat Goethe dieses Gedicht in seiner Sturm und Drangzeit während der Straßburger Studienjahre geschrieben. Der Anblick der Natur im Wonnemonat Mai wird hier zu einem kosmischen Glückserlebnis, welches das Lyrische Ich umfassend ergreift. Hervorgehoben wird es durch die Verliebtheit zu einem Mädchen, wodurch das Erleben der überbordenden Vegetation im Mai sich steigert. Goethe entbrannte zu dieser Zeit in Liebe zu der Pfarrerstochter Friederike Brion, die ihm zu vielen poetischen Aufschwüngen verhalf.

 

Gesprochene Lyrik - Tag 18: Clemens Brentano (1778 - 1842), Süßer Mai du Quell des Lebens

„Süßer Mai du Quell des Lebens“ ist ein Gedicht des romantischen Lyrikers Clemens Brentano, der von 1778 bis 1842 gelebt hat und auch ein Vertreter der sogenannten Rheinromantik war. Wie in Goethes Gedicht „Mailied“ wird hier der Wonnemonat Mai in seiner lebenserweckenden Vegetationskraft beschrieben, die auf das Lyrische Ich überspringt.

 

 

Gesprochene Lyrik - Tag 19: Erich Kästner (1899 - 1974), Zur Fotografie eines Konfirmanden

Als geradezu prädestiniert für junge Menschen erscheint Kästners Gedicht „Zur Fotografie eines Konfirmanden“. Es vermittelt beispielhaft, wie ein lyrisches Ich an einer entscheidenden Weggabelung in seinem Leben in eine neue Phase eintritt und dabei eine große Unsicherheit, offene Fragen und viele Zweifel erlebt. Es ist naheliegend, das Gedicht einerseits aus der zeithistorischen Perspektive der beiden Weltkriege zu betrachten, zum anderen aber auch aus der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen von heute.

 

 

Gesprochene Lyrik - Tag 20: Eduard Mörike (1804 – 1875), Er ist`s

Eduard Mörike ist ein Dichter der Spätromantik, der von 1804 – 1875 gelebt hat. Sein Gedicht „Er ist`s“ ist 1829 entstanden und Bestandteil des Künstlerromans „Maler Nolten“, der als Werk der Spätromantik die Themen Tod, Vergänglichkeit und Lebensmüdigkeit aufnimmt. Vor diesem Hintergrund erscheint der Frühling in Mörikes Gedicht „Er ist`s“ wie ein Hoffnungsschimmer und neuer Lebensbote.

Gesprochene Lyrik - Tag 21: Erich Kästner (1899 - 1974), Jahrgang 1899

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Gesprochene Lyrik - Tag 22: Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848), Mondesaufgang

Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht „Mondesaufgang“ ist als Werk der Spätromantik 1844 auf der Meersburg am Bodensee entstanden. Vor uns breitet sich die nächtliche Bodenseelandschaft mit der Silhouette der Alpen im Süden aus. Im Dialog mit dem Mondeslicht reflektiert das Lyrische Ich die eigenen Empfindungen in der vergänglichen Zeit.

Gesprochene Lyrik - Tag 23: Erich Kästner (1899 - 1974), Die andere Möglichkeit

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Gesprochene Lyrik - Tag 24: Nikolaus Genau (1802 - 1850), Fünftes Waldlied

Fünftes Waldlied 

„Waldlieder“ heißt ein Gedichtzyklus des Lyrikers Nikolaus Lenau von 1843, der aus insgesamt neun Teilen besteht. Lenau lebte als spätromantischer Dichter von 1802 - 1850. In seinem fünften Waldlied zeichnet sich der mythische Zauberer Merlin durch ein allumfassendes Naturverständnis aus. Ihm sind Naturgeheimnisse bekannt, die anderen verborgen bleiben.

Gesprochene Lyrik - Tag 25: Erich Kästner (1899 - 1974), Der Mai

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Gesprochene Lyrik - Tag 26: Gertrud Kolmar (1894 - 1943 ), Die Biene

"Die Biene“ ist ein Gedicht der Lyrikerin Gertrud Kolmar, die 1894 geboren ist und 1943 im Vernichtungslager Ausschwitz hingerichtet wurde. In ihrem Gedicht nähert sie sich der dem Bestäubungsvorgang der Biene mit phantasievollen Bildern, worüber sich auch eine Rückgewinnung des Kindheitsblicks ergibt.

Gesprochene Lyrik - Tag 27: Erich Kästner (1899 - 1974), Das letzte Kapitel

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Gesprochene Lyrik - Tag 28: Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), Die Liebe

„Die Liebe“ ist ein Gedicht von Friedrich Hölderlin, der 1770 geboren ist und nach 36 Jahren in „geistiger Umnachtung“ 1843 in Tübingen gestorben ist. Seine Gedichte lassen sich weder eindeutig zur Klassik noch zur Romantik zählen, wenngleich sie Elemente von beiden Epochen beinhalten. In „Die Liebe“ erscheint eben diese als allumfassende Kraft, die Natur und Menschen beseelen kann. In ihr in einem pantheistischen Sinn zu leben, verheißt im Einklang mit dem Mensch und Natur innewohnenden Schöpfergeist zu sein.

Gesprochene Lyrik - Tag 29: Erich Kästner (1899 - 1974), Ansprache an Millionäre

Ein ebenfalls eindrückliches Beispiel Kästnerscher Gesellschaftskritik stellt das 1930 entstandene Gedicht „Ansprache an Millionäre“ dar, in dem Kästner den trotz der desaströsen Wirtschaftskrise am Ende der Weimarer Republik noch zahlreich vorhandenen Wirtschaftsmagnaten der deutschen Schwerindustrie die Leviten liest. Erschienen ist der Text in dem schon erwähnten Gedichtband „Ein Mann gibt Auskunft“ aus dem Jahre 1930, der in vielfältiger Weise Zeugnis gibt von der durch und durch pazifistischen und zeitkritischen Gesinnung des Autors.

Gesprochene Lyrik - Tag 30: Marie Luise Kaschnitz (1901 -1974), Lob der Sinne

In „Lob der Sinne“ von Marie Luise Kaschnitz reflektiert das Lyrische Ich den Wandel der Zeit auf das eigene Leben hin. Das Altern ist unumgänglich und doch wachsen mit der Lebensreife auch stetig neue Kräfte, die als unwandelbarer Bestandteil in die Persönlichkeit einfließen. Gleich der Natur unterliegt auch die menschliche Seele einem stetigen Wachstums- und Reifungsprozess.

Gesprochene Lyrik - Tag 31: Erich Kästner (1899 -1974), Ballade vom Nachahmungstrieb

Das Gedicht „Ballade vom Nachahmungstrieb“ zeigt uns Kästner nicht als den die Kinderzeit verklärenden Jugendfreund, wie wir ihn aus „Emil und die Detektive“ kennen.

Stattdessen ist dieser Text, der in der Lyriksammlung 'Gesang zwischen den Stühlen' erschien, durchdrungen von einer bedrückenden Düsternis und im Ton geprägt durch eine Lakonie, die den Schrecken des Erzählten in erschütternder Weise kontrastiert. Inhaltlich werden im Kern durch die Nachahmung von Verhaltensweisen der Erwachsenen durch die Kinder die gesellschaftlichen Verwerfungen der Weimarer Republik und die aus ihnen entstandene soziale Kälte eindrücklich illustriert.

Gesprochene Lyrik - Tag 32: Mathias Claudius (1740 - 1815), Abendlied

Als Vorbote der Romantik und Nachbote des barocken Vanitas-Motivs greift das Gedicht „Abendlied“ eine typisch romantische Stimmung auf, in der das Lyrische Ich sich befreit im Spiegel der Natur erkennen kann und allzu diesseitige Neigungen des menschlichen Daseins als Trugbild entlarvt. Demgegenüber scheint die Beziehung zum Unvergänglichen und Ewigen heilsamer zu sein und mehr Beständigkeit zu versprechen.

Gesprochene Lyrik - Tag 33: Erich Kästner (1899 - 1974), Besuch vom Lande

Ein gesellschaftspolitisches Thema berührt auch Kästners Gedicht „Besuch vom Lande“ aus dem Jahr 1929. Ganz offensichtlich autobiographisch motiviert - Kästner lebte seit 1927 in Berlin - beschreibt es das Erleben und die Überforderung kleinbürgerlicher Leute aus provinziell ländlichen Regionen, die in der schieren Größe und Unübersichtlichkeit einer modernen großstädtischen Metropole (hier Berlin) verloren bzw. sogar unterzugehen scheinen.

Gesprochene Lyrik - Tag 34: Hermann Hesse (1877 - 1962), Voll Blüten

Das Gedicht „Voll Blüten“ hat Hermann Hesse 1918 geschrieben. In der Lobpreisung der Natur und des blühenden Pfirsichbaumes im Frühjahr spiegelt sich Hesses Tendenz wider, in seiner Lyrik als Dichter der Moderne dem Geist der Romantik verpflichtet zu bleiben. Gleichzeitig enthält das Gedicht die Aufforderung sich der „Blütenidylle“ voll und frei hinzugeben, womit sich Hesse zumindest in diesem Gedicht gegen einen zu starken Skeptizismus wehrt, der im Bruch der Moderne und dem damit verbundenen Verlust umfassender Weltbilder literarisch spürbar wird.

Gesprochene Lyrik - Tag 35: Erich Kästner (1899 -1974), Hymnus auf die Bankiers

Ein wenn man so will zeitloses Gedicht findet sich in Erich Kästners Text „Hymnus auf die Bankiers“. Entstanden bereits vor gut 90 Jahren, anlässlich der großen Weltwirtschaftskrise des Jahres 1929, könnte man es ebenso gut als kritische Reflexion der großen Finanzkrise unserer Zeit betrachten. Dies macht deutlich, welch sprichwörtliche Aktualität in vielen Werken der schriftstellerischen Hinterlassenschaft Kästners steckt. Nicht zuletzt in diesem Sachverhalt liegt auch die besondere Eignung von Kästners Texten für die Behandlung im Deutschunterricht begründet.

Gesprochene Lyrik - Tag 36: Elisabeth Langgässer (1899 – 1950), In den Mittag gesprochen

Elisabeth Langgässer lebte von 1899 – 1950. Als moderne Schriftstellerin hält sie an ihrem christlichen Glauben fest und öffnet sich der christlichen Mystik, deren Erfahrungs- und Erkenntniswerte für sie weiter Bestand haben. Diese Tendenz findet sich auch in ihrem Gedicht „In den Mittag gesprochen“, in dem alles Leben in den umfassenden göttlichen Kreislauf der Natur eingebettet ist.

 

Gesprochene Lyrik - Tag 37: Erich Kästner (1899 - 1974), Die Jugend hat das Wort

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Gesprochene Lyrik - Tag 38: Paul Gerhardt (1607 – 1676), Sommergesang

Das Gedicht Sommergesang ist ein geistliches Lied des barocken Dichters Paul Gerhardt, der von 1607 – 1676 gelebt hat. Das Gedicht kann als Lobpreisung des Schöpfers in einer Art Paradies auf Erden gelesen werden, das durch die überbordende Natur in der Sommerzeit zum Ausdruck kommt. Es hat Eingang in viele geistliche Gesangbücher gefunden, insbesondere der evangelischen Kirchen.

 

 

Gesprochene Lyrik - Tag 39: Johan Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), Selige Sehnsucht

„Selige Sehnsucht“ ist ein 1814 entstandenes Gedicht von Goethe, das Teil der Gedichtsammlung „West-östlicher Divan ist“. Die Sammlung ist stark durch die Begegnungen mit Marianne von Willemer während einer Rheingaureise geprägt, und es wurde posthum bekannt, dass sie Mitautorin einiger Gedichte des „Divans“ ist. Im Gedicht „Selige Sehnsucht“ reflektiert Goethe im Bild des Schmetterlings die Bedeutung von Verwandlungen im Leben, die erst seinen wahren Reichtum sichtbar werden lassen. Nur wer bereit ist, sich zu verwandeln und neu zu erschaffen, kann dessen wahre Fülle erfahren.

Gesprochene Lyrik - Tag 40: Friedrich Johann Michael Rückert (1788 - 1866), Arm Saarvögelein

„Arm Saarvögelein“ ist ein anlässlich des Pariser Friedens von 1814 verfasstes Gedicht, in dessen Folge Gebiete an der Saar unter französischer Hoheit verblieben. Als Ausdruck des „romantischen Nationalismus“ wird das Vögelein an der Saar bedauert einsam, verloren und vergessen zu sein, obwohl es eigentlich nach Ansicht des Lyrischen Ichs zu Deutschland und seinen Vogelscharen gehören würde.

 

 

Gesprochene Lyrik - Tag 41: Erich Kästner (1899 - 1974), Juli

Erich Kästners Gedicht „Der Juli“ entführt uns in die sommerliche Reisezeit, die der Autor ironisch und kritisch unter die Lupe nimmt. Gleichzeitig wird darin der Gegensatz zwischen Mensch und Natur thematisiert, wobei die Menschen deren wirkliche Schönheit in ihrem „Urlaubsgebaren“ nur begrenzt erfassen. Auch eine Kritik am menschlichen Konsumverhalten wird zwischen den Zeilen deutlich.

Gesprochene Lyrik - Tag 42: Arno Holz (1863 - 1929), Im Thiergarten

Wie eine impressionistische Bildszenerie breitet sich das Gedicht von Holz vor dem Leser aus, das uns gleichzeitig in das Berlin der letzten Jahrhundertwende entführt. Unterbrochen und aufgelöst wird das Gedicht durch einen rufenden Kuckuck, der gleichsam als unsichtbarer Gast auf das lyrische Bildgeschehen einwirkt.

Gesprochene Lyrik - Tag 43: Hilde Domain (1909 -2006), Nur eine Rose als Stütze

Das Gedicht „Nur eine Rose als Stütze“ von Hilde Domin stammt aus dem Jahr 1959 und ist gleichzeitig Titel des ersten Lyrikbandes der Autorin. Darin bewegt sich das Lyrische Ich in einem zerbrechlichen Zwischenreich, das ihm einerseits Freiheiten gewährt andererseits aber auch seine Gefährdung bestimmt. Im Motiv des Vogels wird jene entgrenzte Freiheit deutlich, im Motiv des Schafes das Bedürfnis nach Sicherheit und Erdung. Halt findet es in der Rose als Symbol umfassender Schönheit und Ordnung.

Gesprochene Lyrik - Tag 44: Arthur Rimbaud (1854 - 1891)/ Übersetzung von Stefan George (1868 - 1933): Der Schläfer im Tal

Das Gedicht „der Schläfer im Tal“ handelt von einem schlummernd in einer idyllischen Landschaft liegenden Soldaten. Kontrastierend erfährt der Leser zunächst in Andeutungen und am Ende mit einschneidender Prägnanz den Grund für das Schlafen des Soldaten, der durch ein rotes Loch in seiner Brust getötet wurde.

Gesprochene Lyrik - Tag 45: Friedrich Georg Jünger (1898 - 1977), Der Mohn

riedrich Georg Jünger war genauso wie sein Bruder Ernst Jünger in den Jahren der Weimarer Republik Anhänger der sogenannten „Konservativen Revolution“, die sowohl liberale Ideen als auch den Einfluss anglo-amerikanischer Wirtschaftsideen ablehnte. Die konservative Gesinnung kommt auch in dem Gedicht „Der Mohn“ zum Ausdruck. In der ersten Strophe werden Verfallsymptome in einer geschichtsvergessenen Gesellschaft beklagt, die ihr besseres Selbst verloren hat. Abhilfe und Abmilderung schafft der schmerzlindernde Mohn mit dem in ihm enthaltenen Opiaten, der über bestehende Enttäuschungen hinwegtröstet.

Gesprochene Lyrik Tag 46 - Berthold Brecht (1898 - 1956): An die Nachgeborenen

Gesprochene Lyrik Tag 47 - Erich Fried (1921 - 1988): Gespräch über Bäume

Das im Jahr 1966 im Gedichtband „und Vietnam und“ erschienene Gedicht „Gespräch über Bäume“ gehört zur Gattung der politischen Lyrik. Erich Fried thematisiert darin kritisch die teilnahmslose, auf sich selbst bezogene Haltung in weiten Teilen der deutschen und österreichischen Gesellschaft angesichts der bestürzenden Ereignisse während des Vietnamkrieges.

Gesprochene Lyrik Tag 48 - Sarah Kirsch (1935 - 2013): Waldstück

Sarah Kirschs Gedicht „Waldstück“ ist in dem 1984 erschienen Band „Katzenleben“ abgedruckt. Dort entwirft sie eine surreal anmutende Landschaft zwischen Natürlichem und Menschlichem, in deren Elementarität die Zukunft ungewiss, brüchig und bedrohlich erscheint. Natur und Mensch scheinen auf unheilvolle Weise und schicksalsbetont miteinander verwoben.

Gesprochene Lyrik Tag 49 - Günter Kunert (1929 -2019): Natur II

Günter Kunert hat von 1929 – 2019 gelebt. Seine frühen Werke sind noch durch einen Fortschrittsoptimismus geprägt, der sich in einem sozialistischen Realismus ausdrückt. Dieser weicht im Laufe der Zeit immer mehr einer skeptischen Haltung gegenüber der menschlichen Entwicklungsfähigkeit. In Natur II wird die Entfremdung zwischen Mensch und Natur unmittelbar; Verfallsymptome bestimmen die poetische Atmosphäre.

Gesprochene Lyrik Tag 50 - Volker Braun (* 1939): Durchgearbeitete Landschaft

Volker Brauns Text „Durchgearbeitete Landschaft“ darf nicht allzu leichtfertig lediglich als „Ökologisches Manifest“ missverstanden werden, sondern spiegelt gleichermaßen die in den 1920 er Jahren in Teilen der Weimarer Gesellschaft verhaftete „Technik-Euphorie“ (Thomas Rotschild) wieder.

Zu finden ist das Gedicht in dem Band Gegen die symmetrische Welt; verlegt wurde es 1974 gleichzeitig bei Suhrkampund im Mitteldeutschen Verlag.

Gesprochene Lyrik Tag 51 - Walter Helmut Fritz (1929 - 2010): Der Wal

Walter Helmut Fritz inszeniert den Wal einerseits als kolossalisches Lebewesen, dessen Größe unerreichbar ist und anderseits als zerbrechliches Naturgeschöpf, dessen Größe seine Rettung verhindern kann. Weiter findet er Brücken zu den gewaltigen Erfindungen des Menschen in Industrie und Technik, die sich in der Majestät des größten Lebewesens widerspiegeln. Naturgewalt trifft somit auf die vom Menschen erzeugte Gewalt, welche die Natur mitunter beherrscht oder zerstört. 

Gesprochene Lyrik Woche 1 - Friedrich Hebbel (1813 - 1863): Herbstbild

Friedrich Hebbel - Herbstbild

Das Gedicht Herbstbild hat Friedrich Hebbel im Jahr 1852 verfasst. Der Dichter führt den Leser in die Stimmung eines milden Nachsommertags ein. Wärme und Stille breitet sich aus und die Natur feiert sich quasi selbst in der Erntezeit; ihr Werk ist vollbracht.

Gesprochene Lyrik Woche 2 - Erich Kästner (1899 - 1974): September

Gesprochene Lyrik Woche 3 - Erich Kästner (1899 - 1974): Oktober

Gesprochene Lyrik Woche 4 - Rainer Maria Rilke (1875 - 1926): Herbsttag

Gesprochene Lyrik Woche 5 - Georg Trakl (1887 - 1914): Verklärter Herbst

Gesprochene Lyrik Woche 6 - Wilhelm Busch (1832 - 1908): In trauter Verborgenheit

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