Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland
Landesinstitut für Pädagogik und Medien

Neue saarländische Sicherheitsrichtlinien erlassen

Im Amtsblatt vom 1. Juli 2010, Teil II, wurden neue Richtlinien zur Sicherheit im naturwissenschaftlichen und technischen Unterricht sowie zum Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht an den Schulen im Saarland  erlassen.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Bildungsserver.

Text der Richtlinien zur Sicherheit im naturwissenschaftlichen und technischen Unterricht sowie zum Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht an den Schulen im Saarland im pdf-Format

"Dudweiler Reaktion“

Am 21.9. 2008 referierte Prof. Dr. Heinz Schmidkunz von der Technischen Universität Dortmund zum Thema „Spontane endotherme Reaktionen“ vor 36 saarländischen Chemielehrerinnen und –lehrern im LPM.  Dabei stellte er auch die Reaktion von festem Calciumnitrat-Tetrahydrat mit festem Natriumsulfat-Decahydrat vor, die bisher noch nie veröffentlicht wurde:

Ca(NO3)2 • 4 H2O(aq) + Na2SO4 • 10 H2O(aq)   →  CaSO4(s) + 2 Na+(aq) + 2 NO3(aq) + 14 H2O(l)                                                                

Bei dieser Reaktion, bei der u.a. der Feststoff „Gips“ (Calciumsulfat) entsteht, fällt die Temperatur im  Reaktionsgemisch bereits nach drei Minuten auf etwa −10 °C.  Die anwesenden Teilnehmer(innen) waren mit dem Vorschlag von Prof. Schmidkunz sehr einverstanden, diese neue Reaktion mit dem Namen  „Dudweiler Reaktion“ zu belegen. Am 15. Januar 2009 publizierte dann Prof. Schmidkunz zusammen mit Dr. Inge Frigge-Hagemann in der renommierten Zeitschrift „Mathematischer naturwissenschaftlicher Unterricht“ (Heft 1, S. 20 ff) den Artikel “Die interessanten Reaktionen mit Calciumnitrat“, in dem er unter anderem obige Reaktion mit Verweis auf die Fortbildungsveranstaltung im LPM unter dem Namen „Dudweiler Reaktion“ vorstellte.